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Dem Verdacht nachgehen:
Die meisten Menschen sind bei einem Verdacht auf sexuellen Missbrauch eines Kindes zunächst schockiert, entsetzt und vor allem auch bezüglich ihres weiteren Verhaltens verunsichert. Dies ist eine absolut verständliche Reaktion. Sie sollte jedoch nicht dazu führen, dass Sie überhaupt nichts unternehmen, sei es aus Angst vor möglichen Folgen einer Handlung oder weil Sie sich selbst nicht dafür verantwortlich fühlen.
Umgekehrt sollten Sie aber auf keinen Fall wahllos Aktivitäten entfalten, deren Auswirkungen Sie, das Kind und andere Betroffene nicht abschätzen können. Bei einem Verdacht auf sexuellen Missbrauch sollte jeder Schritt genauestens überdacht sein.
Das Wichtigste ist, bei Anzeichen eines Verdachts auf sexuellen Missbrauchs Ruhe zu bewahren und sich über Beobachtungen Aufzeichnungen zu machen. Es kann sein, dass Ihnen dabei Auffälligkeiten aus der Vergangenheit bewusst werden, die bei Ihrem damaligen Auftreten anders bewertet wurden. Dann sollten Sie in Ruhe überlegen, an welche Stelle Sie sich wenden wollen, um den Verdacht mit professioneller Hilfe abzuklären und für das Kind rasche, fachlich geeignete Hilfe sicherzustellen.
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