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Ursachen
Das Phänomen der "Multiplen Persönlichkeitsstörung/Dissoziativen Störung" entsteht in der Kindheit schon früh und ausschließlich, bedingt durch ein Trauma vor dem fünften Lebensjahr. In 96 Prozent aller Fälle beginnt die Störung aufgrund von fortgesetzter sexueller oder physischer Misshandlung bzw. Vernachlässigung. Bei 80 Prozent dieser Betroffenen spielen alle drei Komponenten eine Rolle.
Bei den restlichen vier Prozent entsteht die Traumatisierung durch das Aufwachen aus der Narkose während einer Operation im frühen Kindesalter. Im Unterschied zu den misshandelten und vernachlässigten Opfern entsteht hier eine geringere Anzahl von Persönlichkeiten mit weniger Symptomen, was sich vermutlich aus der Einmaligkeit des Traumas und aus der Tatsache, dass die Traumatisierung nicht vorsätzlich und nicht durch nahe Bezugspersonen erzeugt wurde, erklären lässt.
Diese Angaben beruhen auf einer Studie von Putnam et. al. aus dem Jahre 1986. Putnam gilt weltweit als einer der führenden Forscher auf dem Gebiet der Dissoziativen Störung und lebt und arbeitet in den USA. In dieser Untersuchung am "National Institute of Mental Health" befragte er 100 Personen mit Multipler Persönlichkeitsstörung (1).
Die Dissoziative Identitätsstörung selbst kann in sehr unterschiedlichen Formen auftreten. Jeder Mensch, der diese Störung aufgrund seiner persönlichen Lebenssituation entwickelt, bildet sie speziell für sich und seine eigene Situation aus. Das geschieht unbewusst und ist von dem/der Betroffenen nicht zu steuern. Daher wird jede einzelne Identität "maßgeschneidert" für die spezielle Situation der/des jeweiligen Betroffenen.
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