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SVV

 

Arten von SVV

Es gibt verschiedene Arten der Selbstverletzung, häufig werden mehrere von einer Person angewandt. Zu den häufigsten zählen:

das Aufschneiden der Haut ("Ritzen")
   
wiederholtes "Kopfschlagen" (entweder mit den eigenen Händen gegen den Kopf oder mit dem Kopf an Gegenstände)
   
Ins-Gesicht-Schlagen
   
beißen in erreichbare Körperpartien, auch abbeißen von Fingerkuppen und "Zerkauen" der Innenseite von Wangen oder Lippen
   
Verbrühungen mittels heißem Wasser/Verbrennungen mit Zigaretten
   
exzessiver Sport
   
vorsätzliches Essen ungesunder/verdorbener Nahrungsmittel
   
Schlafentzug
   
Vorenthaltung von Stoffwechselvorgängen (beispielsweise das Nichtbeachten des Harndranges)

Es ist umstritten ob bei der Verletzung des eigenen Körpers werden Endorphine (Glückshormone) ausgeschüttet werden, die den Schmerz lindern, wie es bei körperlicher Anstrengung oder auch einer Geburt der Fall ist. Der genaue Grund des auftretenden Glücksgefühls ist wahrscheinlich ein Zusammenwirken von Botenstoffen und rein psychischen Eindrücken. Es steht fest, dass eine Gewöhnung stattfindet, was bedeutet, dass die Art der Verletzung immer extremer wird (tiefere Schnitte, großflächigere Verbrennung), um das Glücksgefühl zu verspüren.

Bei einer Multiple-Choice-Studie wurde festgestellt, dass sich Menschen mit SVV nicht auf eine Art der Selbstverletzung beschränken sondern auch diverse Methoden kombinieren. Schneiden ("Ritzen") wurde mit einer Häufigkeit von 72% angegeben, 35% verbrannten sich, 30% schlugen sich selbst, 22% verhinderten die Wundheilung von Verletzungen, 22% kratzten verschiedene Körperpartien mit den Fingernägeln auf, 10% gaben an, sich die Haare auszureißen und 8% brachen sich vorsätzlich Knochen oder verletzten ihre Gelenke.