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Umgang:
In manchen Fällen sind sich betroffene Menschen ihrer Probleme gar nicht bewusst, sondern fühlen sich unverstanden, weil es nach außen so aussieht, als ob sie ein ganz normales Leben führten und eigentlich gar keine Probleme haben dürften. Es tut besonders weh, in dieser Situation Äußerungen wie "Was willst du denn schon für Probleme haben" zu hören. Damit wird der Versuch des Betroffenen, sich jemandem anzuvertrauen, sofort zunichte gemacht, zumal dies ohnehin sehr schwer ist, da selbstverletzendes Verhalten ein gesellschaftliches Tabuthema ist und nicht selten gleichgesetzt wird mit Suizidversuchen oder mit der Annahme verbunden ist, dass eine Person, die sich selbst verletzt, auch andere Menschen verletzt.
Man sollte versuchen, Verständnis für das Handeln des Betroffenen zu zeigen, statt zu versuchen, ihn davon abzubringen und damit wieder das Gefühl, nicht verstanden zu sein, zu provozieren. Des Weiteren solle man ihn keinesfalls unter Druck setzen, zum Beispiel: "Wenn du nicht aufhörst, dann..." SVV ist hier nur als Symptom anderer Probleme aufzufassen, nach deren Lösung auch das selbstverletzende Verhalten nicht selten von selbst aufhört.
Längerfristig muss fast immer psychologische Hilfe in Anspruch genommen werden. Freunde oder Verwandte sind mit der tief verankerten Problematik des SVV nicht selten überfordert; sie müssen darauf achten, sich emotional selbst zu schützen.
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